Krisenmanagement
Krisenmanagement für KMUs während und nach der Corona Pandemie
Corona, Corona, Corona seit Wochen, Corona jeden Tag, Corona in alle Medien, Corona in alle Nachrichten, Corona in allen Sprachen. Die ökologischen und ökonomischen Nachwirkungen der Corona Krise gehören zu den am meist unterschätzen Szenarien die wir bisher erleben durften. Unabhängig wie mutig oder sicher die Aussagen und Entscheidungen der politischen Parteien und Regierungen in den jeweiligen Bundesländern, den EU-Mitgliedsstaaten oder Weltweit sind, diese Krise betrifft uns alle, einige mal mehr, andere weniger. Wir werden uns mit den Krisenursachen und dessen Folgen in der Zukunft besser auseinander setzten müssen.
Krisen gehören zum Unternehmertum – Wie Lernen damit umzugehen?
Jede Unternehmerin und jeder Unternehmer kann Fehler machen. Unternehmerische Fehler münden aber erst dann in einer Krise, wenn sie nicht frühzeitig erkannt und entsprechend nicht korrigiert werden. Der Shutdown durch die Regierungen und den unterschiedlichen regionalen Reaktionen verursacht durch die Corona Pandemie konnten so nicht erkannt werden. Das frühzeitige unternehmerische Steuern mit der richtigen Gesellschaftsform für ausreichende Rücklagen und Eigenkapital schon. Diese Pandemie betrifft jeden Einzelnen von uns. Wir müssen uns nicht nur auf die bekannten Krisenszenarien vorbereiten, sondern auch auf Krisen die nicht mittelbar beeinflussbar sind. Unternehmen mit Weitblick werden sich bis zu einem hohen Grad zukünftig, mit den erwarteten und notwendigen Rahmenbedingen vom Bund, Land oder Gemeinden auf diese neuartigen Krisen, besser vorbereiten. Auch wird externes Krisenmanagement häufig erst dann von vielen Unternehmen in Anspruch genommen, wenn sich die Krise schon manifestiert hat. Eine Krise baut sich also nicht selten unmerklich auf. Wenn allerdings nicht zügig gegengesteuert wird, bedeutet dies nicht selten das Ende eines Unternehmens. Grundsätzlich gilt also, je früher ein Unternehmen eine Beratung wahrnimmt, je früher eine strategische Neuausrichtung erfolgt, desto eher ist eine Restrukturierung vielleicht sogar mit Fördermitteln möglich oder schlimmstenfalls kann eine Eigenverwaltung oder geordnete Abwicklung vorbereitet werden. Beratung und Unterstützung sollte daher nicht erst in einer Notsituation in Anspruch genommen werden. Wenn Alarmsignale wie Auftragsrückgang, Zahlungsprobleme und dann noch möglicherweise dauerhaft ausgeschöpfte Kontokredite vorliegen, ist es oftmals zu spät. Unternehmen die während einer Krise keinen Monat überstehen sind ebenfalls unzureichend vorbereitet auf ähnliche und zukünftige Szenarien.Krisenstadien und Krisenursachen
Die Unternehmenskrise kann auch als Notsituation bezeichnet werden, in welcher die Existenz und Lebensfähigkeit des Unternehmens bedroht ist. Von vielen öffentlichen Institutionen werden nur drei Krisenstadien unterschieden:— die Strategiekrise,
— die Erfolgskrise und
— schließlich die für Unternehmen lebensbedrohende Liquiditätskrise.
Im modernen Sanierungsmanagement unterscheiden wir noch drei weitere Krisenstadien:— die Stackholderkrise
— die Produkt und Absatzkrise
— die Insolvenzreife. Die Stackholderkrise wird hier genauer betrachtet, denn sie ist häufig der Ausgangspunkt einer Unternehmenskrise und könnte in den meisten Fällen sicher durch frühzeitiges Erkennen verhindert werden. Durch den geschulten Blick von außen, frühzeitiges Eingreifen und Handeln kann das Unternehmen nicht selten wieder in die richtigen Bahnen gelangen. Die Stackholderkrise beginnt nicht selten schleichend und wird weder intern durch Unternehmensangehörige noch extern durch Außenstehende bemerkt. Sie findet meist ihren Ursprung in der Gründungsphase eines Unternehmens oder später in der überdurchschnittlichen Wachstumsphase in traditionell gewachsenen Familienunternehmen, bei der Unternehmensnachfolge oder Unternehmensübergabe. Oft haben sich Abläufe eingeschlichen und werden nicht mehr hinterfragt. Wer gehört zu den Stackholdern? Natürlich in erster Linie die Gesellschafter und das Management. Mögliche Ursachen für eine Stackholderkrise sind häufig grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten unter den Stakeholdern. Diese Unstimmigkeiten verursachen dann nicht selten Effizienzverluste, so dass wichtige Entscheidungen verzögert oder gar nicht getroffen werden. Das Führungsverhalten wird vernachlässigt und möglicherweise geht das Leitbild und Ziel des Unternehmens aus den Augen verloren. Den Beteiligten ist zu diesem Zeitpunkt aber oft noch nicht bewusst, dass eine Unternehmenskrise vorliegt Weitere Stackholder sind Kreditgeber und Finanzgeber. Aber es zählen auch Kunden dazu, von denen ein Unternehmen maßgeblich abhängig ist. Genauso können unmotivierte Mitarbeiter, einzelne Mitarbeiter von Kreditinstituten, sowie Behörden und deren Interessensvertreter bei der ursächlichen Entwicklung und Entstehung einer Krise eine große Rolle spielen.